Ausdrucksmalen

Beim Ausdrucksmalen geht es nicht darum ein "schönes Bild" zu malen. Daher sind auch keine künstlerischen Fähigkeiten gefragt. Vielmehr geht es um die Begegnung mit Farben und Formen, um das Gestalten und den damit verbundenen inneren Prozess.

 

Über unsere Bilder lernen wir uns immer wieder neu kennen, denn in ihnen zeigt sich wie es uns geht, was uns bewegt aber auch was alles in uns steckt. Indem wir malend unserem Inneren Gestalt geben und es sichtbar machen, kann es verstanden und verändert werden.

 

Ein entstandenes Bild wird nicht bewertet, jedoch in einem Gespräch gedeutet, damit es mit der eigenen Lebensgeschichte in Zusammenhang gebracht werden kann. Dies führt oft zu überraschenden Erkenntnissen und neuartigen Lösungsansätzen.

 

Zur optimalen Unterstützung der kreativen Selbstentfaltung werden situativ weitere gestalterische Mittel (bspw. schreiben, collagieren) aber auch Körperwahrnehmungen und -ausdruck eingesetzt.

 

Ausdrucksmalen lässt uns nicht nur lebendiger und bewusster werden, durch das Erleben unserer Kreativität meistern wir auch unser Leben kreativer. Kreativ sein bedeutet auch schöpferisch sein und dies ist eine wichtige Kraft, besonders dann, wenn es darum geht schwierige Situationen zu bewältigen.

"Ich denke an nichts, wenn ich male, ich sehe Farben."
Paul Cézanne, Maler, 1839 - 1906